Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
SitemapSitemap  


7.3 Supportive Therapie mit Blut und Blutkomponenten - Granulozyten: Indikation zur Granulozytentransfusion

Autor/en: N. Ahrens, A. Salama
Letzte Änderung: 25.01.2006

Progrediente Infektionen bei Patienten mit schwerer Neutropenie (<500 neutrophile Granulozyten/µl) trotz optimaler antibiotischer und antimykotischer Therapie für länger als 48 Stunden können prinzipiell eine Indikation zur Transfusion von Granulozyten darstellen, sofern diese Infektionen aufgrund der Erregerspezies und der zu erwartenden Neutropeniedauer mit hoher Wahrscheinlichkeit lebensbedrohlich werden können.

Patienten mit angeborenen Granulozytenfunktionsstörungen, die zur Symptomatik einer septischen Granulomatose führen, können bei progredienten lebensbedrohlichen Infektionen auch bei normaler absoluter Granulozytenzahl im peripheren Blut von einer Granulozytentransfusion profitieren. Gleiches gilt für Neugeborene mit Sepsis und Neutropenie aufgrund erschöpfter Granulozytenreserve im Knochenmark.

Bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag"
Deutscher Ärzte-Verlag  Deutscher Ärzte-Verlag
[Mehr]