Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
SitemapSitemap  


24 Osteoporose in der Onkologie: Behandlungsstrategie

Autor/en: R. Bartl
Letzte Änderung: 25.01.2006

Bei Patienten mit malignen Erkrankungen wird das Problem der tumortherapieinduzierten Osteoporose immer noch unterschätzt. Diese unbefriedigende Situation in der Onkologie könnte durch eine frühzeitige "Osteoprotektion" mit Durchführung einer Knochendichtemessung im Rahmen der initialen Diagnostik vermieden werden. Bei frühem Einsatz von Bisphosphonaten lassen sich eine schwere Osteoporose vermeiden und die Knochendichte jährlich sogar um 10% anheben. Ein breites Spektrum antiresorptiver Substanzen steht dafür zur Verfügung.

Für die orale Gabe kommen infrage:

  • Alendronat: 10 mg/Tag oder 1-mal 70 mg/Woche
  • Risedronat: 5 mg/Tag oder 1-mal 35 mg/Woche
  • Ibandronat: 1-mal 150 mg/Monat
  • Strontiumranelat: 2 g/Tag
  • Raloxifen: 60 mg/Tag bei postmenopausalen Frauen

Für die i.v. Gabe sind geeignet:

  • Ibandronat: 2 mg als Infusion/Injektion alle 1-3 Monate
  • Pamidronat: 30 mg als Infusion alle 1-3 Monate
  • Zoledronat: 4 mg als Infusion alle 3-6 Monate

Der Einsatz von i.v. Bisphosphonaten hat gerade in der Onkologie Vorteile:

  • Bisphosphonate können gemeinsam mit der Chemotherapie alle 3-6 Wochen infundiert werden.
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen und Probleme der Compliance werden vermieden.
Bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag"
Deutscher Ärzte-Verlag  Deutscher Ärzte-Verlag
[Mehr]