Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Radioimmuntherapie mit (90)Y-markierten Antikörpern - Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin in Kooperation mit der DGHO

Abstract | Bild-(Ton-)Präsentation siehe hier
Autor/en: Prof. Dr. Wolfram H. Knapp, Klinik für Nuklearmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
Letzte Änderung: 07.05.2004

Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin hat sich mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie auf einen gemeinsamen Antrag auf Berücksichtigung der Radioimmun-therapie follikulärer Lymphome mit radionuklidkonjugierten Antikörpern in der G-DRG-Systematik verständigt und diesen Antrag fristgerecht zum 31.03.04 beim InEK eingereicht. Der Antrag wird mit den hohen Kosten der Behandlung und den speziellen Voraussetzungen begründet, die für die Therapie gegeben sein müssen (personell, baulich und infrastrukturell).

Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist die Qualitätssicherung der Behandlung. Hierfür wurde eine Leitlinie erarbeitet, die von beiden o. g. Fachgesellschaften verabschiedet wurde. Sie enthält neben der allgemeinen Zielsetzung und den Hintergrundinformationen und Definitionen Angaben zu Indikation und zu den Kontraindikationen der Behandlung. Schwerpunkt der Leitlinie ist aber die Definition der Anforderungen, die an die Therapieeinrichtung gestellt werden. Diese beinhalten z.B. Anwesenheit eines Medizinphysik-Experten, enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Kollegen der Grund-erkrankung und den Nachweis einer Schulung im dem radiochemischen Markierungsverfahren sowie der Qualitätskontrolle. Weiterhin wird spezifiziert, welche Patientendaten vor der Durchführung der Therapie vorliegen müssen und wie die Behandlung technisch durchzuführen ist. Von zentraler Bedeutung sind Qualitätskontrolle und Dokumentation der Markierung des Radiopharmakons. Es ist vorgesehen, dass jede behandelnde Institution eine ausführliche Unterweisung in der Markierung, Qualitätskontrolle sowie Kalibration erhalten muss, um eine Zertifizierung zu erlangen. Nach Abschluss der Behandlung ist eine klinische Qualitätskontrolle (Aufarbeitung der Therapiedaten sowie Nachkontrollen bei therapierten Patienten) vorgesehen. Notwendige Elemente der Nachuntersu-chungen sind ebenfalls detailliert aufgeführt. Die gesamte Behandlung einschließlich der Nachsorge muss in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den behandelnden hämatologisch-onkologischen Kollegen erfolgen, die in der Regel aus dem Krankheitsverlauf die Indikation zur Radioimmuntherapie stellen.

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