Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Das Radioimmuntherapieregister sichert die Prozess- und Ergebnisqualität

Abstract | Bild-(Ton-)Präsentation siehe hier
Autor/en: Dr. Jürgen Wehmeyer, Hämatologisch-onkologische Gemeinschaftspraxis, Münster
Letzte Änderung: 07.05.2004

Die Radioimmuntherapie (RIT) ist eine vollkommen neue Therapieform, die erst kürzlich dem experimentellen Stadium dadurch entwachsen ist, dass das Präparat Ibritumomab-Tiuxetan durch die EU-Kommission für die Behandlung follikulärer Lymphome zugelassen wurde. Über die Daten aus der klinischen Entwicklung hinaus soll nun durch die strukturierte Erfassung dieser Patienten in Form eines Registers die Anfangsphase des Routineeinsatzes dieser neuen Therapieform genutzt werden, klinische Daten zur Vorbehandlung, Vorerkrankungen, Komorbiditäten und anderer, die Therapie beeinflussender Parameter in Korrelation zum therapeutischen Ergebnis zu sammeln und auszuwerten.

Im Rahmen des auch vom Gesetzgeber geforderten Qualitätsmanagements in der Patienten-versorgung sollen die Ergebnisse unter anderem dazu verwendet werden, Patienten zu identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Radioimmuntherapie z. B. mit Ibritumomab-Tiuxetan profitieren werden. Ziel ist hier die Maximierung des Therapieerfolgs bei gleichzeitiger Berücksichtigung des optimalen wirtschaftlichen Einsatzes der Radioimmuntherapie. Klinische Daten aus der Entwicklung von Ibritumomab-Tiuxetan zeigen beispielsweise, dass ein eher frühzeitiger Einsatz ein deutlich besseres Therapieansprechen und längere Remissionsdauern erwarten lassen als der späte Einsatz im Verlauf der Erkrankung und der meist multiplen sequenziellen Therapien.

Das RIT-Register soll außerdem dazu dienen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beteiligten Ärzte zu unterstützen. Die Internet-gestützte Dokumentation erlaubt eine vergleichsweise einfache Dokumentation, die von allen an der Therapie beteiligten Ärzten mitverfolgt werden kann. So ist sichergestellt, dass die Therapie in jeder Phase optimal überwacht wird. Der primär behandelnde Arzt, häufig ein niedergelassener Hämatologe, erhält die Möglichkeit, die Follow-up-Dokumentation seiner Patienten durchzuführen und er nimmt damit eine zentrale Rolle in der Therapiesteuerung und dem Qualitätsmanagement der Radioimmuntherapie ein.

Anmeldungen zu diesem von der Universität Göttingen geführten Register können unter www.rit-deutschland.de erfolgen.

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Die Vorträge sind vollständig als Bild-(Ton-)Präsentationen publiziert (RealPlayer wird für den Ton benötigt). Folgen Sie diesem Link: [Mehr]