Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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ASH-Berichte 2011 zur akuten myeloischen Leukämie


Validierung von FLT3-ITD als therapeutisches Ziel bei der humanen akuten myeloischen Leukämie
Validierung von FLT3-ITD als therapeutisches Ziel des Tyrosinkinaseinhibitors AC220 bei der AML Nachweis der klinischen Aktivität von AC220 durch Inhibition von FLT3-ITD. Nach initialem Ansprechen auf AC220 konnten bei etwa einem Drittel der FLT3-ITD-AML-Patienten sekundäre Resistenzmutationen in der Aktivierungsschleife der Tyrosinkinasedomäne nachgewiesen werden, welche ein erneutes Ziel für FLT3-Inhibitoren der nächsten Generation darstellen.

Abstract 937  |  Catherine C. Smith  |  Bericht vom: 29.12.2011, von: S. Kayser  |  mehr...

Fraktionierte Dosis von Gemtuzumab-Ozogamicin (GO) kombiniert zur Standardchemotherapie verbessert das ereignisfreie und das Gesamtüberleben bei De-novo-AML-Patienten im Alter von 50-70 Jahren: eine prospektive randomisierte Phase-III-Studie von der französischen Akuten-Leukämie-Gesellschaft (ALFA)
Die zusätzliche fraktionierte Gabe von GO zur Standardchemotherapie verbessert signifikant das ereignisfreie-, rezidivfreie- und das Gesamtüberleben bei älteren Patienten mit neu diagnostizierter AML, insbesondere bei Patienten mit zytogenetischen Veränderungen der günstigen und intermediären Risikogruppe. Die Toxizität von GO war gering und betraf hauptsächlich die prolongierte Thrombozytopenie sowie selten die hepatische Venenverschlusserkrankung (VOD).

Abstract 6  *Highlight*  |  Sylvie Castaigne  |  Bericht vom: 27.12.2011, von: S. Kayser  |  mehr...

Klonale Evolution von prä-leukämischen Stammzellen geht der humanen akuten myeloischen Leukämie voran
Die Ergebnisse zeigen, dass Mutationen in prä-leukämischen hämatopoetischen Stammzellen (HSC) die klonale Evolution des Genoms bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) als "Initiator" darstellen. Letztlich scheinen sich die klonalen leukämischen Vorläuferzellen als klinisch relevant zu erweisen, insofern z.B., dass Fälle von rezidivierter pädiatrischer akuter lymphatischer Leukämie aus einem Klon entstehen, der der Leukämie vorangeht. Dasselbe scheint für die AML zu gelten, bei der sich das Rezidiv aus einem prä-leukämischen HSC-Klon entwickelt, welcher neue zusätzliche Mutationen akquiriert und dadurch in ein genetisch divergentes Rezidiv mündet. Somit würden prä-leukämische HSC einen Zellpool darstellen, der zielgerichtet behandelt werden muss, um eine dauerhafte Remission zu erreichen.

Abstract 4  |  Max Jan  |  Bericht vom: 27.12.2011, von: S. Kayser  |  mehr...