Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Nachweis klonaler Zellen in Knochenmark, CD34+ und peripheren mononukleären Blutzellen beim MDS aber auch bei alternden Normalpersonen mittels einer neuen Pyrosequenziertechnik

Titel des Originals:

Detection of Highly Clonal CD34+, Mononuclear Bone Marrow and Peripheral Blood Cells From Patients with Myelodysplastic Syndrome and Age Related Increase of Clonal Hematopoiesis in Healthy Subjects Using a Novel Transcriptional Pyrosequencing Based Clonality Assay

Abstract-Nr.:

977

Jahr:

2010

Original im Internet:

Blood (ASH Annual Meeting Abstracts) 2010 116: Abstract 977

Autor/en:

Maximilian Mossner, Daniel Nowak2*, Marion Klaumünzer2*, Verena Nowak2*, Katrin Ackermann2*, Susanne Brendel2*, Julia Obländer2*, Olaf Hopfer2*, Claudia Baldus1*, Eckhard Thiel1 and Wolf-Karsten Hofmann2*

Institution/en:

1Department of Hematology, Oncology and Transfusion Medicine, Charite, Campus Benjamin Franklin, Berlin, Germany; 2Department of Hematology and Oncology, University Hospital Mannheim, Mannheim, Germany

Zusammenfassung des Berichts

Klonalität ist in der normalen Hämatopoese mit zunehmenden Alter nachweisbar. Beim MDS ist ein hoher Anteil klonaler Zellen zu finden.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Die Frage nach der Klonalität der Hämatopoese beim MDS und bei "alten gesunden Erwachsenen" ist bisher nicht geklärt. Ein Grund ist die fehlende technische Möglichkeit der Quantifizierung klonaler Zellen.

Fragestellung der Studie

Finden sich mit zunehmendem Alter in der gesunden Hämatopoese klonale Zellen?

Art der Studie

Experimentelle Laborstudie

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

  • 118 Normalpersonen im Alter von 18-93 Jahren
  • 41 MDS-Patienten
  • Knochenmarkzellen, CD34+ Zellen, periphere mononukleäre Blutzellen
  • Quantitative Analyse der Klonalität mittels DNA-"Pyrosequencing"

Ergebnisse, Toxizität

Zunehmender Nachweis von Klonalität in Abhängigkeit des Alters bei Normalpersonen (bis zu 55% im peripheren Blut). Deutlicher (bis zu 100%) Nachweis der Klonalität beim MDS in allen Zellkompartimenten.

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

In normalen Blutzellen (CD34+ und periphere mononukleäre Blutzellen) findet sich mit zunehmenden Alter eine ansteigende Zahl klonaler Zellen. Beim MDS ist der Nachweis hoher Klonalitätsanteile gesichert.

Kommentar / Beurteilung

MDS und alternde Hämatopoese sind eng miteinander verbunden. Dieser Mechanismus bedarf weiterer Untersuchung.


Autor des Berichts:

Prof. Dr. med. Wolf-K. Hofmann

Institution:

III. Medizinische Klinik (Hämatologie und Onkologie), Universitätsmedizin Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim

Letzte Änderung:

09.12.2010



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