Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Komorbidität als prognostischer Faktor beim MDS. Vergleich des Komorbiditäts-Index bei Stammzelltransplantation (HCT-CI) und des Charlson-Komorbiditäts-Index (CCI) in einem Datensatz von 582 Patienten der österreichischen MDS-Plattform

Titel des Originals:

Comorbidity as Prognostic Variable in MDS: Comparative Evaluation of the HCT-CI and CCI in a Core Data Set of 582 Patients of the Austrian MDS Platform

Abstract-Nr.:

1648

Jahr:

2008

Original im Internet:

Abstract

Autor/en:

Wolfgang R. Sperr, Friedrich Wimazal, Michael Kundi, Christian Baumgartner, Thomas Noesslinger, Anabel Makrai, Reinhard Stauder, Otto Krieger, Michael Pfeilstocker and Peter Valent

Institution/en:

Department of Internal Medicine I, Division of Hematology and Hemostaseology, Medical University of Vienna, Vienna, Austria

Zusammenfassung des Berichts

Komorbidität ist ein unabhängiger Risikofaktor bei Patienten mit MDS.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Patienten mit MDS sind im Median zwischen 65 und 75 Jahren alt. Viele dieser älteren Patienten sind schwer komorbide. Der Einfluss der Begleiterkrankungen auf den Verlauf des MDS bzw. das Gesamtüberleben ist bisher wenig untersucht.

Fragestellung der Studie

Ist die Komorbidität bei Patienten mit MDS ein unabhängiger Faktor hinsichtlich Progression der Erkrankung bzw. des Gesamtüberlebens?

Art der Studie

Retrospektive Studie (Datenanalyse)

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

532 Patienten mit MDS wurden retrospektiv untersucht. Zur Anwendung kamen der "Hematopoietic stem cell transplantation comorbidity index" (HCT-CI) und der "Charlson comorbidity index" (CCI).

Ergebnisse, Toxizität

Die Auswertung des HCT-CI bzw. CCI zeigten unterschiedliches Gesamtüberleben für die verschiedenen Risikogruppen, aber keinen Unterschied in der Progression zur AML. Die multivariate Analyse identifizierte die Komorbidität als unabhängigen Risikofaktor (HCT-CI).

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

Komorbidität ist ein unabhängiger prognostischer Faktor bei MDS-Patienten. Die Einbeziehung dieses Risikofaktors bei der Klassifikation von MDS-Patienten und bei Therapieentscheidungen wird empfohlen.

Kommentar / Beurteilung

Die klinische Erfahrung, dass Begleiterkrankungen bei den meist älteren Patienten mit MDS einen negativen Einfluss auf das Gesamtüberleben haben, wird durch diese systematische Studie wissenschaftlich bestätigt.


Autor des Berichts:

Prof. Dr. med. Wolf-K. Hofmann

Institution:

Medizinische Klinik III, Charité - Campus Benjamin Franklin, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

Letzte Änderung:

21.12.2008