Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Bericht zur Vortrags-Sitzung "Fortschritt in der Therapie der CLL"

Zusammenfassung des Berichts

Chemoimmuntherapien stellen die neue Standardtherapie bei der CLL dar. Neben Rituximab gibt es auch neue andere Antikörper mit deutlicher Wirksamkeit bei der CLL, wie z.B. der Antikörper Ofatumomab.

Bericht über die Inhalte der Vorträge

Abstract 325.
Von Michael Hallek et al.

"Immunchemotherapie mit Fludarabin (F), Cyclophosphamid (C) und Rituximab (R) (FC-R) versus Fludarabin und Cyclophosphamid (FC) verbessert die Ansprechraten und das progressionsfreie Überleben bei zuvor unbehandelten Patienten mit einer fortgeschrittenen chronischen lymphatischen Leukämie."
Siehe ONKODIN ASH-Report 2009 zum Abstract

Abstract 326
Von Sebastian Böttcher et al.

"Immunchemotherapie mit Fludarabin (F), Cyclophospahmid (C) und Rituximab (R) (FCR) versus Fludarabin und Cyclophosphamid (FC) verbessert die Ansprechraten und das progressionsfreie Überleben bei zuvor unbehandelten Patienten mit einer fortgeschrittenen chronischen lymphatischen Leukämie."

Im Rahmen der randomisierten CLL8-Studie der GCLLSG, welche das Regime FC gegenüber FCR verglich (siehe Abstrakt 325), wurden mittels einer Vierfarben-Durchflusszytometrie die Level der minimalen residuellen Resterkrankung (MRD) bestimmt. Die Anzahl der MRD Level unter 10-4 korrelierte dabei mit der Anzahl der kompletten Remissionen und trat signifikant häufiger im FCR-Arm auf. Niedrigere MRD-Level korrelierten mit einem längeren progressionsfreiem Überleben.

Abstract 327
Von Craig Reynolds et al.

"Phase-III-Studie mit Fludarabin, Cyclophosphamid und Rituximab versus Pentostatin, Cyclophosphamid und Rituximab."

Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob die Kombination PCR gegenüber FCR mit weniger Infektionen assoziiert war, wie erste Phase-II-Studienergebnisse suggerieren. Bezüglich der Rate der Infektionen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Therapieregimen. Die Gesamtansprechraten, sowie die Raten der kompletten Remissionen in beiden Armen (FCR: 57% bzw. 17%; PCR: 45% bzw. 7%) waren gegenüber anderen Studienergebnissen erstaunlich niedrig. Als Grund hierfür wurde die Tatsache angeführt, dass die Studie hauptsächlich von niedergelassenen Ärzten in den USA durchgeführt wurde und die Patienten nicht selektiert waren.
Siehe auch ONKODIN ASH-Report 2009 zum Abstract.

Abstract 328
Von Andres Österborg et al.

"Ofatumumab (HuMax-CD20), ein neuer monoklonaler CD20-Antikörper, ist aktiv in der Behandlung von Patienten mit refraktärer CLL auf Fludarabin und Alemtuzumab und auch "bulky" Fludarabin-refraktärer Erkrankung: Ergebnisse einer geplanten Interimsanalyse einer internationalen Pilotstudie."

Der neue CD20-Antikörper Ofatumomab wurde im Rahmen einer Phase I-II untersucht. 138 refraktäre CLL Patienten wurden zunächst mit 8-wöchentlichen, dann in 4-monatliche Infusionen behandelt. Die Gesamtansprechrate betrug 51% in der Gruppe mit Doppelrefraktärität und 44% in der einfach refraktären Gruppe. Das durchschnittliche Überleben betrug 14 bzw. 15 Monate. An Nebenwirkungen traten neben infusionsbedingten Symptomen v.a. Hämatotoxizitäten und Infektionen auf.
Siehe auch ONKODIN ASH-Report 2009 zum Abstract.

Abstract 329
Von Stephan Stilgenbauer et al.

"Subkutane Verabreichung von Alemtuzumab bei der refraktären CLL: abschließende Ergebnisse der CLL2H-Studie der DCLLSG und Analyse der Prognosefaktoren."

Die vorgestellte Analyse einer großen Phase-II-Studie zeigt, dass Alemtuzumab subkutan verabreicht bei Fludarabin-refraktären Patienten und insbesondere bei Patienten mit einer 17p-Deletion vielversprechende Ansprechraten zeigt. Die Zeit bis zum erneuten Rezidiv war jedoch eher kurz mit Ausnahme derjenigen Patienten, die im Anschluss eine allogene Stammzelltransplantation erhielten. Eine multivariate Analyse zeigt, dass die prognostische Aussage der Serumwerte Beta2- Mikroglobulin und Thymidinkinase allen anderen Prognosewerten einschließlich der FISH-Analyse überlegen war.

Abstract 330
Von Kirsten Fischer et al.

"Bendamustin in Kombination mit Rituximab bei Patienten mit einer rezidivierten CLL: eine multizentrische Phase-II-Studie der DCCLLSG."
Siehe ONKODIN ASH-Report 2009 zum Abstract.


Autor des Berichts:

Dr. med. Barbara Eichhorst

Institution:

Klinik I für Innere Medizin, Zentrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn, Universitätsklinik Köln

Letzte Änderung:

03.02.2009