Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Strahlentherapie maligner Mesotheliome

Autor/en: J.T. Hartmann, C. Bokemeyer
Letzte Änderung: 10.12.2002

Die Effektivität der Bestrahlung ist ungeklärt. Es liegen keine prospektiven randomisierten Studien mit alleiniger Strahlentherapie vor. Allerdings gibt es Einzelberichte von Patienten mit strahlentherapeutischer Behandlung und Langzeitüberleben. Bezüglich der Strahlensensitivität liegen die mesothelialen Zell-Linien zwischen den gering sensitiven nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen und dem kleinzelligen Bronchialkarzinom.

Die Aufarbeitung meist retrospektiver Studien zum Einfluss der Strahlentherapie auf den Verlauf von Patienten mit malignen Pleuramesotheliomen zeigt, dass zumeist nur eine kurze symptomatische Verbesserung bei 20-30% der behandelten Patienten erzielt wird. Eine Verlängerung der Überlebenszeit erscheint unwahrscheinlich. Daher ist die strahlentherapeutische Behandlung im allgemeinen nur bei starken Schmerzen aufgrund einer lokalisierten Invasion der Thoraxwand als palliative Maßnahme indiziert. Hierzu werden Dosen von 35-60 Gy empfohlen.

Der Wert einer adjuvanten Strahlentherapie nach kompletter Resektion ist nicht belegt. Radiotherapeutische Verfahren können auch innerhalb multimodaler Therapiekonzepte eingesetzt werden (siehe dort).

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