Sekundäre ZNS-Lymphome: Risikofaktoren

Autor/en: L. Fischer
Letzte Änderung: 15.08.2006

Eine Reihe von Faktoren werden mit einem erhöhten Risiko eines ZNS-Rezidives aggressiver NHL assoziiert, wobei die Datenlage hauptsächlich auf retrospektiven Studien beruht [Hollender A 2002] [Haioun C 2000] [van Besien K 1998]: Alter <60 Jahre, erhöhte LDH, vermindertes Serumalbumin, Befall retroperitonealer Lymphknoten, Anzahl der Extranodalbefälle, Befall parenchymatöser Organe, IPI, B-Symptomatik, schlechter Performance Score.

Befall bestimmter extranodaler Regionen wie Testes, Paranasalsinus [Hausdorff J 1997] [Shahab N 1999], Orbita oder des Knochenmarkes [van Besien K 1998] [Bos GM 1998] sowie HIV-Assoziation gelten ebenso als Risikofaktoren.

In einer prospektiven Studie von van Besien behielten in der Multivariatanalyse nur LDH und Befall von >1 Extranodalregion ihre unabhängige prognostische Aussagekraft [van Besien K 1998].

Auffallend ist, dass Prognosefaktoren für ZNS-Rezidive wie LDH und Extranodalbefall bzw. IPI ebenso Risikofaktoren für systemische Rezidive darstellen, was sich in der häufigen Assoziation von ZNS- und systemischem Rezidiv widerspiegelt (siehe Manifestationen).

Literaturreferenzen: