Morbus Hodgkin beim Erwachsenen: Differenzialdiagnosen

Autor/en: B. Klimm, K. Behringer, A. Engert
Letzte Änderung: 16.09.2004

Alle anderen Entitäten von malignen Lymphomen und gutartiger Lymphadenopathien bilden die Differenzialdiagnose zum Morbus Hodgkin.

Differenzialdiagnosen des Morbus Hodgkin

Andere maligne Lymphome 

Metastasen anderer regionaler Tumoren 

Lymphadenopathien infektiöser Genese: 

  • bakteriell: vor allem pyogene und tuberkulöse Manifestationen
  • viral: v.a. EBV (infektiöse Mononukleose), HIV, CMV, Katzenkratzkrankheit
  • Pilze: z.B. Coccidioidomykose
  • Parasitär: z.B.Toxoplasmose

Andere reaktive Lymphadenopathien: 

  • Sarkoidose
  • Bindegewebserkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Medikamente: z.B. Diphenylhydantoin

Die Diagnose M. Hodgkin kann nur histologisch durch den Pathologen gestellt werden. Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Typen der Non-Hodgkin-Lymphome und dem Morbus Hodgkin ist nicht einfach und sollte möglichst durch ein Referenzzentrum für Lymphknotenpathologie bestätigt werden.